DO7DP Dirk DN7DP DO3JP Jörg   Links Kontakt Startseite
 
Willkommen auf www.DO7DP.de, www.Dirk-Purwin.de, www.IQ242MOZ.de, www.Dive-World.de und www.Welle-Erdball-Funk.de
 
 
   
Inhalt der Homepage

Tauchen

Tauchbilder
Deutschland
Ägypten
Österreich
Holland
Kroatien
Slowenien
Italien
Holland
Schweiz
OMS World
Ray World
Der Tauchanhänger von uns
Technik
Adressen ums Tauchen

Servicebereich

Zum Gästebuch der Homepage
Impressum

Ende

 
  Technische Informationen zum Tauchen
 

Die ABC-Ausrüstung (Maske, Flosse und Schnorchel)

Maske

Die Maske muss vor allem gut auf das Gesicht passen. Der Test hierfür: Maske aufsetzen, durch die Nase die Maske ansaugen, danach sollte die Maske passen, dicht sein und keine Luft von außen in den Maskenraum eindringen, dann ist es die richtige Größe und Form. Dies allein ist jedoch nicht ausreichend. So sollte die zweite Manschette z.B. nicht in der Augenfalte liegen. Sinnvoll ist es den Maskenkauf gemeinsam mit einer Person des Vertrauens durchzuführen oder in einen Spiegel  schauen. Die Maske sollte deshalb eine doppelte Manschette aus weichem Silikon haben, damit eine gute Dichtigkeit gewährleistet ist. Es existieren unterschiedliche Meinungen zum Sichtfeld. Manch einer mag auch seitliche Sicht, andere werden dadurch irritiert. Für Brillenträger bieten sich Masken mit optischen Gläsern an.

Normale Tauchermasken mit externem Lungenautomaten


Eine Vollgesichtsmaske incl. Lungenautomaten, sie bietet zusätzlichen Kälte- und Schmutzschutz für den Taucher. Die Handhabung ist aber nicht so einfach und muss erlernt werden, insbesondere das absetzen und wieder aufsetzen der Vollgesichtsmaske bzw. einer Ersatzmaske incl. alternativem Lungenautomaten. Es gibt die verschiedensten Formen von Vollgesichtsmasken. Viele Vollgesichtsmasken können auch mit einer Sprechgarnitur ausgerüstet werden und ermöglichen so eine Verständigung unter den Tauchern bzw. zu anderen Personen ausserhalb des Wassers.

Schnorchel
   
Der Schnorchel sollte ein gut sitzendes Mundstück haben, ob er Ventile an der Luftzufuhr benötigt ist reine Geschmackssache. Auf jedem Fall sollte er nicht zu lang sein.

Schnorchel mit Maske, beim Freitauchen.
 

Flossen
   
Es existieren zwei unterschiedliche Klassen von Flossen: Schwimmbadflossen und Flossen die Füßlinge benötigen. Schwimmbadflossen, die man direkt ohne Füßlinge anziehen kann, sind sehr gut für das Schwimmbad geeignet. Sie können natürlich auch bei warmem Wasser im Freien verwendet werden. Allerdings sind die Füße dann dem Klima frei ausgesetzt und auch beim Laufen ungeschützt. Besser geeignet sind Flossen die mit Neoprenfüßlingen eingesetzt werden. Diese werden mit einem Gummiband (Flossenband) an der Ferse befestigt. Die Füßlinge müssen wie alle Schuhe gut sitzen. Die Flossen werden je nach Körpergröße und Fitness gewählt. Danach richtet sich die Größe und Festigkeit. Je besser die Kondition desto größer und härter können die Flossen sein, da entsprechend mehr Kraft erforderlich ist bzw. umgesetzt wird.

Flosseneinsatz beim Freitauchen
 


Der Trockentauchanzug

Trockentauchanzüge
    
Erstaunlicherweise haben sehr viele Anfänger einen sehr großen Respekt vor dem Trockentauchen. Da ist von gefährlichen, schwierigen und für Anfänger ungeeigneten Eigenschaften die Rede. Nichts gegen Respekt, der ist wichtig, aber bei fachkundiger Ausbildung sind die genannten Vorbehalte schnell entkräftet. Wer sich erst einmal an seinen "Trocki" gewöhnt hat verzichtet oft nur noch sehr widerwillig auf ihn. Egal welche Jahreszeit, in unseren Gewässern beträgt die Temperatur unterhalb der Sprungschicht immer um die 4 Grad Celsius. Außerdem bietet der Unterzieher weitere Vorteile, da das vollkommene Entblättern vor Ort entfällt.

Material

Es kann im wesentlichen in Membrananzüge und Neopren-Anzüge unterteilt werden. Membrananzüge werden aus polyuhrethan- oder gummibeschichtetem Nylongewebe produziert. Da diese Materialien keine isolierenden Eigenschaften besitzen, benötigen sie entsprechende Unterzieher. Membrananzüge sind sehr strapazierfähig und komprimieren nicht. Als wenn sie viel zu groß ausgelegt wären, sind die Abmessungen jenseits eines maßgeschneiderten Anzuges. Dadurch können in einem großem Spielraum die jeweils passenden Unterzieher gewählt werden. Durch den großen Raum, der zu größerem Auftrieb führt, ist eine größere Bleimenge erforderlich. Um auf den Bewegungsspielraum der Luft reagieren zu können werden spezielle Techniken erlernt. Anzüge aus Nylon oder Trilaminat können leicht zusammengerollt und dadurch gut transportiert werden. Wird in sehr aggressiven bzw. verschmutzten Gewässern getaucht dann kommen Anzüge aus Gummi zum Einsatz.

Neopren-Anzüge hingegen sind weit genauer geschnitten und benötigen unwesentlich mehr Blei bzw. die Gewöhnungsphase ist kürzer. Da Neopren ja selbst isolierende Eigenschaften besitzt, kann oft auf einen Unterzieher verzichtet werden. Und sollte einmal Wasser eindringen geht die Isolation nicht vollkommen verloren und der Auftrieb bleibt sogar vollkommen erhalten. Mit dem Abtauchen und der damit verbundenen Druckzunahme nimmt jedoch auch die Isolationsfähigkeit des sich komprimierenden Neopren ab, aber dafür gibt es ja auch dort Unterzieher. Crash-Neopren-Anzüge verbinden die Vorteile von Neopren- und Membrananzügen miteinander. Da das Crash-Neopren schon ab Werk komprimiert ist isoliert es konstant, bietet guten Sitz und gute Bewegungsfreiheit.

Ein Neopren - Trockentauchanzug

Ein Laminat - Trockentauchanzug

Ein Neopren - Trockentauchanzug, Reizverschluss hinten

Ein Laminat - Trockentauchanzug; Reißverschluss vorne

Der Trockentauchanzug im Wintereinsatz


Reißverschlüsse

Besonders wichtig ist der Reißverschluss, er muss gas- und wasserdicht sein. Je nach Philosophie ist der Reißverschluss an Brust oder Rücken platziert und mehr oder weniger lang ausgelegt. Zwar bietet eine längere Ausführung einen einfacheren Einstieg, jedoch steigt damit auch die Gefahr der Beschädigung. Auch eine Platzierung auf der Brust ohne fremde Hilfe zu schließen, führt aber dafür zu größerer Abnutzung. Und schon kleinste Beschädigungen machen den besten Anzug nutzlos. Bei den meisten Anzügen ist der Reißverschluss auf dem Rücken platziert worden, da er dort am sichersten ist. Für die Benutzung ist allerdings eine Hilfe notwendig, was aber beim Buddysystem kein Hindernis darstellen sollte. Besonders beachtet werden muss, dass der Unterzieher nicht zwischen den Reißverschluss gelangt, den schon dies könnte ihn wertlos machen. Auch auf kleine Schmutzteile sollte geachtet und mittels Wachs regelmäßig geschmiert werden. Der Reißverschluss kann zwar ausgewechselt werden, dies ist aber sehr aufwendig und außerdem handelt es sich um das teuerste Teil am Anzug.

Manschetten

Für die Manschetten wird Latex oder Neopren verwendet. Die Neoprenmanschette muss umgeschlagen werden, damit die glatte Seite dichten kann. Latexmanschetten liegen immer dicht an. Beim An- und Ausziehen werden die Latexmanschetten stark beansprucht, weshalb sie nicht ewig halten, während eine Neoprenmanschette deutlich länger hält. Liegen Halsmanschetten zu eng an, kann es zu Problemen mit dem Carotis-Sinus-Reflex kommen.

Füßlinge

Oft sind Füßlinge nur in groben Stufen auszuwählen. Sie sollten allerdings nicht zu groß sein, denn wenn trotz Strümpfen ein zu großer Raum für Auftrieb sorgt, leidet die Tarierungsfähigkeit bzw. führt dies zu größeren Anstrengungen beim Tauchen. Heutige Anzüge besitzen hochwertige Schuhe mit strapazierfähiger Sohle. Allerdings ist häufig eine Flosse mit größerer Aufnahme notwendig.

Ventile
   
Normalerweise befindet sich das Einlassventil auf der Brust und das Auslassventil am linken Oberarm. Bei automatischen Auslassventilen kann der Reaktionsdruck eingestellt werden, was die Sache auch für Anfänger deutlich vereinfacht. Ein Druck auf das Auslassventil öffnet dieses sofort.

Unterzieher

Je nach Anzugtyp und Einsatz kommen verschiedene Unterzieher zum Einsatz. Bei Trilaminat-Anzügen werden eher Thinsulate-Unterzieher mit 300g gewählt. Bei Neopren-Anzügen wird dagegen ein Fleece-Unterzieher vollkommen ausreichend sein, da das Neopren ja selbst isolierende Eigenschaften besitzt. Eine wichtige Eigenschaft der Unterzieher ist der Transport der Körperflüssigkeiten weg vom Körper. Bei Anzügen aus Crash-Neopren können sowohl Fleece- als auch dünne (100g) Thinsulate-Unterzieher zum Einsatz kommen. Komprimiertes Thinsulate (400g) hat den zusätzlichen Vorteil der Isolation auch in Fällen in denen Wasser eingedrungen ist.


Jörg im Unterzieher für seinen Trockentauchanzug

Nass- und Halbtrocken-Anzüge

Isolation

Das eingedrungene Wasser wird vom Körper erwärmt und bildet eine zusätzliche Schicht unter der Neoprenhaut. Damit diese Schicht helfen kann die Wärmeabgabe zu reduzieren, darf der Austausch, also die Zirkulation des erwärmten Wassers nicht zu groß sein. Deshalb ist ein guter Sitz besonders wichtig. Gerade bei dickerem Neopren führt dies beim Kauf und den ersten Benutzungen zu einem gewissen Beklemmungsgefühl. Aber wie erwähnt, müssen diese Anzüge sehr gut sitzen, außerdem wird das Material im Wasser geschmeidiger und passt sich auch etwas an. Wer dagegen lieber eine Nummer größer kauft verzichtet auf eine gute Isolation.

Nass oder Halbtrocken?

So richtig einfach lassen sich Nass- und Halbtocken-Anzug nicht unterscheiden. Theoretisch werden sie unterschieden durch die Menge und Zirkulation des eindringenden Wassers. Nassanzüge besitzen i.d.R. Reißverschlüsse an Armen und Beinen und bieten damit einen Vorteil beim An- und Ausziehen. Allerdings besitzen heute auch einige Halbtrocken-Anzüge Reißverschlüsse. Bei Halbtrocken-Anzügen können die Füßlinge und Handschuhe zwischen die Manschetten geklemmt werden und reduzieren damit die Menge des eintretenden Wassers. Heute existieren sogar Anzüge mit gasdichten Reißverschlüssen wie sie auch an den Trockentauchanzügen eingesetzt werden.


Ein Halbtrockener Tauchanzug  aus  Neopren mit einer Eisweste.

Form
   
In unseren Breiten begegnen wir häufiger der Ausführung Overall mit Eisweste. Von Vorteil ist es wenn die Kopfhaube separat genutzt werden kann, denn dann wird bei Tauchgängen in wärmeren Gewässern einfach auf Kopfhaube und Eisweste verzichtet.

Shorties und Tropenanzüge  

Bei Materialstärken von 1 bis 4 mm werden diese Anzüge in wirklich warmen Gewässern eingesetzt. Obwohl ein guter Taucher ja keinen Körperkontakt zur Unterwasserwelt haben sollte, ist der Hautschutz bei den Shorties wegen der freien Arme und Beine eingeschränkt, was z.B. bei Vorkommen von Quallen erhöhte Aufmerksamkeit erfordert. Aber "heiß" sehen sie mitunter aus. Bei uns sehen wir Shorties höchstens einmal beim Schwimmbadtraining

Der Bleigurt

Immer häufiger werden statt des guten alten Bleigurt zum Auffädeln, Bleigurte mit Taschen verwendet. Egal wie schlimm die Gewichte, insbesondere auf manchen Tauchschiffen im Urlaub, schon aussehen; Tasche auf, rein, zu und fertig. Leicht ist das Blei dort platziert wo es die entsprechend gewünschte Trimmung erfordert. Gerade in Situationen in denen die korrekte Bleimenge (Neutrale Tarierung) nicht bekannt ist, etwa wenn von Süß- auf Salzwasser gewechselt wird, macht ein solcher Gurt die Korrektur besonders einfach. Außerdem polstert die Tasche mehr oder weniger gut (je nach Material) den Auftrag des Gewichts auf die Beckenknochen. Besonderes Augenmerk sollte auf die Schnallen gerichtet werden. Diese sollten zwar leicht, aber nicht unbeabsichtigt geöffnet werden können und stabil sein. Ein unbeabsichtigtes Verlieren des Bleigurtes führt leicht zu Komplikationen. Ein weiterer Trend ist bei den Tarierjackets zu finden, bei denen alle oder ein Teil der Gewichte integriert werden können. Auch dort ist das bewusste Abwerfen in gesicherter Umgebung einmal auszuprobieren, damit dies im Ernstfall ohne Verzögerung möglich ist.

Der Lungenautomate

Die heute eingesetzten Lungenautomaten bestehen aus einer ersten und einer 2. Stufe die mittels Mitteldruckschlauch verbunden sind. In der 1. Stufe wird der Flaschendruck auf einen Mitteldruck von ca. 6 bis 12 bar über den Umgebungsdruck reduziert um dann in der 2. Stufe auf den Umgebungsdruck reduziert zu werden. Als Systeme zur Druckminderung kommen heute insbesondere Membran- und Kolbensteuerungen zum Einsatz. Membransteuerung Eine Membrane trennt die beweglichen Teile der 1. Stufe von der Umgebung (Wasser). Wenn sich kein Wasser in der 1. Stufe befindet , kann auch keines einfrieren. Kolbensteuerung, das Wasser drückt hier direkt auf einen Kolben.  Es sind somit weitere Voraussetzungen (Vereisungsschutz-Kit) zu schaffen um derartige Steuerungen in Kaltwasser einzusetzen. Der Aufbau ist im Vergleich zur Membransteuerung einfacher. Eine weitere Unterteilung erfolgt nach kompensierter und unkompensierter 1. Stufe.

Bei kompensierten 1. Stufen wird der Mitteldruck unabhängig vom Flaschendruck konstant gehalten. Je nach Modell differiert die Anzahl der Mittel- und Hochdruckabgänge.  Üblich mindestens 3 Mitteldruckabgänge (4 für Trockentaucher) und 2 Hochdruckabgänge. Die Mitteldruckabgänge werden für Automat, Oktopus, Inflator und Trockentauchanzug benötigt. Für das Finimeter wird ein Hochdruckabgang benötigt, schließlich wollen wir wissen welcher Druck noch in der Flasche zur Verfügung steht. Soll ein Sender wie z.B. jener des ALADIN AIR X, Moniteur 3 Air etc. angebracht werden muss auch darauf geachtet werden, dass der Anschluss nicht andere Abgänge verdeckt. An der zweiten Stufe sind je nach Modell Möglichkeiten vorgesehen den Einatemwiderstand oder das Ansprechverhalten einzustellen.

Eine Vollgesichtsmaske incl. 2. Stufe

An der Pressluftflasche ist die 1. Stufe zu sehen

Eine 2. Stufe im Mund und an der Pressluftflasche zwei 1. Stufen

Aus diesem Bild seht ihr das gleiche, nur mit anderen Produkten

Eine 2. Stufe mit Kälte- und Mundschutz

An der Hauptflasche sind zwei 1. Stufen plus eine an der Stage-Bottle

Das ganze von der Seite incl. allem Zubehör

Eine 2. Stufe mit Kälte- und Mundschutz inklusiv Knickgelenk


Alternative Luftversorgungen

Octopussystem
   
Die etablierteste Form der alternativen Luftversorgung stellt heute das Octopussystem dar. In der Form der zusätzlichen zweiten Stufe oder als Westenautomat ist es ist die einfachste und preiswerteste Möglichkeit beim Buddysystem. Fast alle Ausbildungsorganisationen üben deren Benutzung schon im frühen Stadium der Ausbildung. Glücklicherweise nur noch sehr selten wird gegen den Octopus mit der Begründung, Wechselatmung ist doch ausreichend, argumentiert. Wer jedoch schon einmal in einer Notsituation ohne Luft war, der weiß einen Octopus zu schätzen, den unerfahrener Taucher mit Anflug von Panik geben den für sich gesicherten Quell der lebenswichtigen Luft oft nur sehr widerwillig aus der Hand und greifen auch schon mal nach dem Automaten im Mund des Buddys. Schön, wenn statt dessen entspannt jeder mit seiner zweiten Stufe im Mund den Tauchgang sicher beenden kann.
 

Das gelbe ist der Octupus

Das gelbe ist der Octupus


Das Redundanzsystem

In Gewässern in denen die Gefahr der Vereisung besteht, sollte allerdings ein Redundanzsystem, ein kompletter zweiter Automat verwendet werden. Der "Octopus" sollte z.B. durch gelbes "Fahrradband" markiert und wie gehabt im Dreieck Brust - Bauchnabel platziert werden. Wenn die Ausbildung schon etwas länger her sein sollte lohnt es sich von Zeit zu Zeit die Fähigkeiten und Kenntnisse aufzufrischen. Das macht Spaß und vermeidet Probleme.

An der Pressluftflasche sind zwei Abgänge, an jedem ist eine 1. Stufe montiert und an diesen das  weitere Zubehör taktisch aufgeteilt.
 

Auf den nächsten Bildern kann man ein Redundatessystem sehen, dieses wurde wegen der Übersichtlichkeit

An zwei 7 Liter Pressluftflaschen montiert. Dieses ist so aber auch an jeder Flasche mit Doppelabgangsventil möglich. Auf vielen Bildern sieht man aber das diese dann oft nicht so ordentlich möglich ist. Diese Flaschen verfügen zusätzlich über Schutzbügel.


Die Stage-Bottle

Ein zusätzliches komplettes Reservesystem mit eigener Flasche bietet weitere Sicherheit da es auch ohne Hilfe des Buddys funktioniert. Allerdings trägt selbst eine 5 Literflasche nicht zum Komfort bei und schließlich sollten für den Normalfall zwei aufeinander eingestimmte Buddys mit guter Ausbildung mit einem normalen Octopussystem hinreichend ausgestattet sein. Spare-Air Die kleinen Flaschen mit eigenem Automaten sind mit ihrem Volumen von 0,4 Liter dafür ausgelegt den Aufstieg aus einer Tiefe von bis zu 40 m sicherzustellen.
 

Stage-Bottel mit 1, 5 Litern (roter Sack) und einem kompletten Redundanten System.


Das gelbe beim rechten Taucher ist ein  Spare-Air, auch am gelben Mundstück gut zuerkennen.

Das Finimeter

Für die Umwandlung von Flaschendruck in "Bewegung" für die Anzeige, wird eine Bouhrdon-Röhre verwendet. Diese Spiral-Röhre besitzt an der Spitze eine Anzeigenadel für eine Skala. Je nach Druck wird die Spirale auseinandergedrückt bzw. zieht sich zusammen. Werden Flaschen bis 200 bar benutzt, so sollte die Anzeige bis 300 bar anzeigen können. Außerdem sollten die letzten 50 bar als Sicherheitsbereich hervorgehoben werden. Finimeter werden als einzelnes Instrument verwendet oder in eine Konsole integriert. Benutzer luftintegrierter Computer können den Flaschendruck und ggf. weitere Informationen zur Restluft an ihrem Computer ablesen. Beim Öffnen des Flaschenventils sollte das Sichtfenster des Finimeters weg vom Gesicht gehalten werden, um Verletzungen bei einem eventuellen Bersten zu vermeiden.



Auf den Bilder sieht man immer das Finimeter, es sit das der Stage-Bottel, da das Finimeter für die Hauptflasche im Computer integriert ist.
 


Der Tiefenmesser

Zu den wesentlichen Daten, die ein Taucher bei der Ausübung seines Hobbys braucht, gehört neben der Zeit und dem Flaschendruck auch die Tiefe. Wer keinen Tauchcomputer mit aktueller und maximaler Tiefenanzeige sein Eigen nennen darf, der sollte einen Tiefenmesser mit sich führen.  Bourdon-Röhre Analoge Tiefenmesser verwenden eine gebogenen Kupfer-Röhre (Bourdon-Röhre genannt), die sich mit der Druckzunahme dehnt und streckt. Die Spitze der Röhre wird mittels Mechanik mit einer Anzeigennadel verbunden, die den zu- oder abnehmenden Druck auf einer Skala anzeigt. Heutige Röhren sind mit Teflon beschichtet um das früher häufig auftretende Verstopfen durch Salzkristalle zu verhindern. Ein Schleppzeiger ist erforderlich um nach dem Tauchgang die maximale Tiefe ablesen zu können. Normalerweise ist die Übertragung und die Skala so aufgeteilt, dass der Bereich von 0 bis 10 m besonders deutlich abzulesen ist, indem ihm mehr Raum eingeräumt wird. Dies ist wichtig für die in diesem Bereich erforderlichen Sicherheitsstops bzw. Dekostops. Tiefenmesser sind als Einzelinstrument für das Armgelenk verwendbar oder werden in Konsole integriert.

Der Kompass

Obwohl für die Orientierung unter Wasser einige Merkmale genutzt werden können, ist insbesondere in unseren etwas dunkleren Seen mit eingeschränkter Sichtweite, der Kompass ein wichtiges Instrument. Jojo-Tauchgänge mit regelmäßigen Ausflügen zur Oberfläche, zwecks Orientierung, können so entfallen. In Kombination mit Flossenschlag oder Zeit kann die Qualität der Orientierung erstaunlich hoch sein. Hierfür ist ein einfacher Unterwasserkompass vollkommen ausreichend. Elektronische Modelle, wie der UWATEC True Track, bieten zusätzliche Möglichkeiten (Komfort). Allen Modellen gemein ist die notwendige horizontale Lage, da sonst eine korrekte Ablesung nicht möglich ist. Für die Platzierung des Kompass werden Konsolen, Navigationsbretter, Armbänder etc. eingesetzt.
 

An unseren Computer der Firma Suunto Typ Cobra ist der Kompass direkt angebaut

Die Konsole

Es werden die verschiedensten Konsolen angeboten. 
Je nach Model und Größe nehmen die Instrumententräger Finimeter, Tiefenmesser, Kompass, Uhr, Thermometer oder einen Tauchcomputer der mehr oder weniger viele andere Instrumente beinhaltet auf.  Besonders angenehm sind Konsolen mit Tauchcomputer, die eine Kupplung besitzen, damit die Konsole nach dem Gebrauch an einem sicheren Ort platziert werden kann.

Der Kollege taucht mit einer Konsole, die drei runden Instrumente unter der rechten Hand


Der Tauchcomputer

Früher oder später kommt der Moment, da wird der Entschluss gefasst, die liebgewonnene Dekotabelle bzw. bei PADI das RDP (Recreational Dive Planer) gegen einen Tauchcomputer auszutauschen.Obwohl die Wheel-Version des RDP auch Multi-Level-Tauchgänge berücksichtigt, lockt der Komfort eines Tauchcomputers.Bei hoffentlich kinderleichter Bedienung kommen unterschiedliche Rechenmodelle zum Einsatz, die das Tauchgangsprofil während und die Entsättigung noch nach dem Tauchgang ermitteln. Je nach Modell werden mehr oder weniger Gewebearten berücksichtigt. Da jede Tiefenänderung berücksichtigt wird, wächst die Nullzeit auch an. Zusätzliche Warnungen erfolgen bei zu schnellem Ausstieg, bei Erreichen des Dekobereiches, Flugverbotshinweise etc. Luftintegrierte Modelle wie z.B. der ALADIN AIR X oder NITROX melden auch noch die bei ermittelten Luftverbrauch ermittelte Zeit bis zum

Erreichen der Sicherheitsluftreserve und berücksichtigt dabei sogar notwendige Dekostops etc. Wer mit einem solchen Modell zu hektisch atmet oder gar zu lange die Luft anhält, der wird schnell an einen gesunden Rhythmus erinnert. Einige Modelle bieten auch die Möglichkeit die Daten mittels Interface an einen PC zu übermitteln und so eine interessante Tauchgangsanalyse zu machen. Für das Tauchen in höheren Lagen ist eine automatische oder manuelle Umstellung erforderlich. Ob es ein Rechner sein muss, der auch mit anderen Gasgemischen wie NITROX arbeiten kann, ist von den eigenen Planungen abzuleiten. Der Preisunterschied ist je nach Modell und Anbieter mal unwesentlich, mal riesig. Anmerkung:  Meiner persönlichen Meinung nach sollte erstens jeder Taucher fit mit den Tabellen arbeiten können und sich auch ein "Gefühl" für die Abhängigkeit von Tiefe und Zeit angeeignet haben bevor er vollkommen auf den Computer umsteigt. Die wenigsten Taucher nutzen ihre, dazu oft sogar fähigen, Computer für die Tauchgangsplanung, deshalb ist es gar nicht schlecht sein RDP o.ä. zur Hand zu haben.
 



Die Bilder zeigen das Arbeiten mit dem Tauchcomputer unter Wasser


Unmissverständlich: 

Es sollten auch mit Tauchcomputer keine Tauchgänge außerhalb der eigenen Ausbildungsvoraussetzungen (Deko, Tieftauchgänge unterhalb 40 m) gemacht werden. Einige Tauchcomputer quittieren jedoch bei Nichteinhaltung von Dekostops den Dienst und geben keine Informationen mehr ab. 
Hier haben Dekorechner eindeutige Vorteile und helfen schlimmeres zu vermeiden.

Das Tauchermesser

Bei den, mitunter martialisch wirkenden, Tauchmessern handelt es sich eigentlich um Werkzeuge. Glücklicherweise heute eher selten werdendere, aber dafür um so seltsamere, Zeitgenossen suchen ihre "Machete" allerdings eher so aus, als wenn sie die Verwandtschaft mit Rambo suchen würden. Eine wahrhaft sinnvolle Entscheidung, wenn es um den Kampf mit Riesenkraken oder dem Lochmonster Nessie geht. Auch hilft eine solche Ausführung den Bleigurt um weitere Gewichte zu entlasten und verteilt die Gewichte auf andere Bereiche. Nein im Ernst, Tauchmesser sind für alles andere gedacht als für deren Einsatz als Waffe. Einsatzzwecke sind der seltene Fall des Hängenbleibens, das Klopfen mit dem Griff (es gibt erstens bessere Methoden und zweitens schneidet Euch nicht) an der Flasche um den Tauchpartner Signale zu geben und die Verwendung als Werkzeug. Auch die besseren Klingen neigen, insbesondere im Salzwasser, zum Rosten. Eine Portion Vaseline schützt dagegen. Der Kontakt mit Sand sollte dann besonders aufmerksam vermieden werden, da die Klinge ansonsten unter einer Schicht verschwindet. Aber das Spülen mit Süßwasser nicht vergessen. Ihr solltet das Entnehmen einmal ausprobiert haben, da es im Einsatzfall Zeit spart. Es gibt einige Modelle, bei denen sollte man eine wasserfeste Gebrauchsanweisung beilegen.

Inflator

Bei dem knubbeligen Ding am Ende des faltigen Schlauches am Jacket, mit Öffnung und Knöpfchen handelt es sich um den Inflator. Seine Bestandteile sind Mundstück, Faltenschlauch und Mitteldruckschlauch. Vom Mitteldruckschlauch, der an der ersten Stufe angeschlossen wird und mit dem Jacket geliefert wird, sollte seine selbstdichtende Schnellkupplung leicht am Inflator angesteckt werden können. Da es aber voneinander abweichende Ausführungen gibt, sollte dies jeweils geprüft werden. Spätestens beim Buddy-Check fällt auf, wenn trotz Betätigung des Druckknopfes keine Luft in das Jacket strömt. Da ein Ventil in der Schnellkupplung für den Verschluss bei nicht einwandfreier bzw. unterlassener Anbringung sorgt, weist darauf auch kein Entweichen von Luft hin. Der Inflator dient der Füllung des Tarierjackets. Die Betätigung für das Füllen des Jackets reagiert nur solange sie gedrückt wird. Eine Feder sorgt für das sofortige Schließen, wenn die Betätigung losgelassen wird. Alternativ kann auch über das Mundstück Luft in das Jacket eingeblasen werden. Damit dies geschehen kann ist der Ablassknopf (auch Deflator genannt) zu drücken, während in das Mundstück geblasen wird. Ansonsten wird der Ablassknopf dazu benutzt um Luft aus dem Jacket abzugeben.Je nach Ausführung existiert außerdem die Möglichkeit, durch Ziehen am Faltenschlauch oder Drücken eines Knopfes das Öffnen des Schulterventils zu veranlassen.
 


Ein Inflator in zwei Ansichten.

Das Logbuch

In das Logbuch werden alle Tauchgänge eingetragen. Wichtige Daten die niedergeschrieben werden sind u.a. Ort, Tiefe, Grundzeit, verbrauchte Luftmenge bzw. Druck ... aber oft ist auch Platz für Angaben zur Sicht, verwendete Bleimenge, Ausrüstung und Kommentare vorhanden. Quittiert wird am Ende mit der Unterschrift des Buddys. Viele Taucher haben auch ihren unverwechselbaren Stempel um sich zu verewigen. Einmal dient das Logbuch dazu schnell zu dokumentieren welche Erfahrungen im Laufe der Zeit gemacht wurden. Außerdem dient es als schöne Erinnerung an die gemachten Tauchgänge und bietet häufig Gesprächsstoff wenn über die eingetragenen Divespots geredet wird.

Das Atemminutenvolumen

Das von einem Menschen in der Minute benötigte Luftvolumen wird in Liter pro Minute (l/min) angegeben. Es ergibt sich aus den Atemzügen pro Minute mal der Luftmenge pro Atemzug. Während die Luftmenge (bar l), die ein Taucher in der Tiefe pro Minute benötigt, zusätzlich von der Tiefe abhängig ist, ist das Atemminutenvolumen nicht von der Tauchtiefe abhängig, sondern vom Trainingszustand und der angewandten Atemtechnik), der körperlichen und der psychische Belastung. Bei schwerer Arbeit oder Angst erhöht sich das Atemminutenvolumen.   
   
p x V = n x R x T 
 
p = absoluter Druck 
V = Volumen 
R = allgemeine Gaskonstante (8,314 Joule pro Kelvin) 
n = Mol-Zahl  
absolute T = Temperatur [K] (273 + grad. Celsius) 

Nützliche Gesetze für die Taucherei

Schon in einem sehr frühen Stadium der Taucherausbildung wird von Drücken und deren Wirkung gesprochen. Machen wir uns bewusst, dass das Gewicht der kompletten Luft ungefähr die gleiche Gewichtskraft wie eine auf die gleiche Fläche wirkende Wassermenge mit einer Höhe von 10 m hat. Der menschliche Körper, der selbst überwiegend aus Wasser besteht, ist im wesentlichen dort betroffen wo sich Hohlräume befinden. Außerdem hat der Druck Einfluss auf die Wirkungsweise von Gasen (Stickstoffnarkose und Sauerstoffgiftigkeit) bzw. deren "Löslichkeit" (Caissonkrankheit). Deshalb ist es wichtig über die physikalischen und physiologischen Gesetze Bescheid zu wissen.     
Kinetische Gastheorie
Allgemeines Gasgesetz 
Druck 
Gesetz von Boyle-Marriot 
Gesetz von Henry
Gesetz von Charles 

Der Druck

Druck ist das Verhältnis von Kraft zu Fläche. Der Druck wird angegeben in der SI-Einheit Pascal. Trotzdem wird der Druck noch heute in bar angegeben. 
1 bar entspricht 102 Kilopascal. Es werden unterschiedliche Drücke angeben; der absolute Druck oder Umgebungsdruck sowie der relative Druck. 

Kinetische Gastheorie

Ein Gas hat bei einer bestimmten Temperatur die gleiche kinetische Energie, wie jedes andere Gas mit der gleichen Anzahl von Molekülen bei der gleichen Temperatur. 
   
Allgemeines Gasgesetz  
   
p x V = n x R x T 
 
p = absoluter Druck 
V = Volumen 
R = allgemeine Gaskonstante (8,314 Joule pro Kelvin) 
n = Mol-Zahl  
absolute T = Temperatur [K] (273 + grad. Celsius)

Boyle-Mariotte-Gesetz

Sir Robert Boyle (irischer Wissenschaftler 1627-1691) befasste sich mit der Wirkung von Druckveränderungen auf eine definierte Menge Luft. Z.B. mit einem Experiment, bei dem er ein U-förmiges Glasrohr an einem Ende verschloss und dann Quecksilber einfüllte bis sich an beiden Enden die gleiche Menge Quecksilber befand. In diesem Zustand musste der Druck im verschlossenen Teil des Glasrohres dem atmosphärischem Druck entsprechen, der auf die offene Seite wirkte. Boyle füllte dann solange Quecksilber nach bis sich die Quecksilbersäule in der verschlossenen Seite halbierte. Es waren 760 mm Quecksilbersäule notwendig um dies zu erreichen. Schon Torricelli hatte früher festgestellt, dass genau diese Quecksilbersäule von 760 mm notwendig ist, um dem Druck der Atmosphäre zu entsprechen. Also wurde hiermit nachgewiesen, dass der doppelte Druck der Atmosphäre notwendig ist, um eine Halbierung des eingeschlossenen Volumens zu erzielen. Das Volumen einer definierten Gasmenge verändert sich umgekehrt proportional zum absoluten Druck, vorausgesetzt, die Temperatur bleibt konstant. 
  
p x V = Konstante  
 
p1 x V1 = p2 x V2 
  
p = Druck 
V = Volumen

Gesetz von Charles

Während sich Boyle nur mit dem Druck und dem Volumen beschäftigte, berücksichtigte der französische Wissenschaftler Jacques Charles (1746-1823) auch die Temperatur und deren Wirkung auf Gase. Viele seiner Experimente wurden erst später von Joseph-Gay-Lussac (1778-1850) veröffentlicht. Bei seinem Experiment stellte er fest, dass sich der Druck von Gasen in einem starrem und verschlossenem Behälter bei steigender Temperatur erhöht. Volumen- und Druckänderungen einer definierten Gasmenge stehen in direkt proportionalem Verhältnis zu der Veränderung der absoluten Temperatur. Anmerkung:  Bei einem starren und einem geschlossenen Behälter, wie einer Pressluftflasche, kann überschläglich mit einem Wert von ca. 0,7 bar je Kelvin Temperaturunterschied gerechnet werden. 
 
p1 x V1 / T1 = p2 x V1 / T2 
 
p = absoluter Druck 
V = Volumen 
T = absolute Temperatur 
 
Je nach gesuchtem Wert wird die Formel umgestellt.

Gesetz von Dalton

Beim allgemeinen Gasgesetz wird nicht berücksichtigt, dass wie bei der Atemluft Mischungen von Gasen existieren. Gerade für Taucher ist es jedoch sehr wichtig über die physiologischen Wirkungen von Gasgemischen Bescheid zu wissen. Der englische Wissenschaftler John Dalton (1766-1844) zog aus einigen Beobachtungen zu diesem Thema seine Schlüsse. Der gesamte von einer Gasmischung ausgehende Druck entspricht der Summe der Drücke aller in der Mischung enthaltenen Gase. Jedes Gas verhält sich so, als wenn es alleine vorhanden wäre und das gesamte Volumen einnehmen könnte. Der Druck des einzelnen Gases wird als Partialdruck (Teildruck) bezeichnet. Die Löslichkeit und Verteilung der Gase im menschlichen Gewebe steht im proportionalen Verhältnis zum Partialdruck.

Gesetz von Henry

Auf der Suche nach einer Antwort auf die Frage wie viel Gas von einer Flüssigkeit aufgenommen werden kann, fand der englische Arzt William Henry, der ein enger Mitarbeiter von John Dalton war, eine Antwort: Die Menge eines Gases, die bei einer bestimmten Temperatur in einer Flüssigkeit gelöst werden kann, steht in einem fast proportionalem Verhältnis zum Partialdruck dieses Gases.